Historie

Wie alles begann...

Von der "neuen" Schwimmsporthalle zum Hofwiesenbad 

Als am 27. September 1974 die ersten Schwimmer den Sprung ins "kühle" Nass der Schwimmsporthalle wagten, begann in Gera eine neue Ära des Schwimmsports und eine Erfolgsgeschichte der Wasserspringer.

Mit dem 50m-Becken, der Sprunganlage und großzügigen Nebeneinrichtungen war eine Sportstätte geschaffen worden, die von den Sportlern und den Bürgern der Stadt Gera mit Freude in Besitz genommen wurde. Durchschnittlich 230.000 Besucher nutzten die Schwimmsporthalle jährlich. Selbst nach 1990 war nur ein geringer Rückgang zu verzeichnen.

Mit besonderer Freude nahmen an der nun folgenden Entwicklung des Geraer Schwimmsportes bekannte Geraer Sportgrößen teil. So die Olympiateilnehmer Rudi und Waltraud 0ertel im Wasserspringen und Heidi Zimmermann im Schwimmen.

Waltraud Oertel vermittelte den jungen Sportlern das ABC des Wasserspringens, entwickelte das Landesleistungszentrum Wasserspringen und brachte zahlreiche Medaillengewinner im Kinder- und Jugendbereich bei deutschen und internationalen Meisterschaften hervor.

Zu den Sportlern, die die Geraer Schwimmerszene prägten, gehörten auch Pat Wagner, Rückenschwimmass der 50er und 60er Jahre, die Tochter von Heidi Zimmermann: Katrin Zimmermann, Silko Günzel, aktiver Freistilsprinter, bis zu den Teilnehmern der Paralympics Birgit Pohl und Daniela Pohl (Jena).

Von Anfang an war die Schwimmsporthalle zugleich auch bedeutende Wettkampfstätte für nationale und internationale Veranstaltungen. Noch heute sind vielen Geraern ehemalige Schwimmgrößen der DDR, wie z.B. Cornelia Ender, die Länderkämpfe DDR - UdSSR, der Länderkampf DDR - Schweden in guter Erinnerung.

Ein reges Vereinsleben und ein umfangreiches Wettkampfgeschehen entwickelten nach 1990 die in der Mitgliederzahl deutlich gewachsenen Sportvereine und die Wasserspringer.

Fast jährlich fand zumindest eine Thüringer Meisterschaft im Schwimmen oder Meisterschaften der Wasserwacht, bedeutende Wasserballturniere und interessante Wettkämpfe der Wasserspringer statt. Selbst solche außergewöhnlichen Veranstaltungen in einer Halle, wie der Kanuslalom, entwickelten sich zur Tradition und zogen sogar die Schweizer Kanuten nach Gera. Man könnte noch viele Veranstaltungshöhepunkte aufzählen, wie z. B. die 34. DDR-Meisterschaften im Schwimmen 1983 und die Deutschen Masters 1996 und weitere.

Trotz der umfangreichen Bemühungen, die Halle immer in einem guten betriebsbereiten Zustand den Nutzern zur Verfügung zu stellen, gab es außer in den üblichen Schließzeiten während der Ferien nie Schließungen auf Grund von Havarien oder technischen Mängeln. Dennoch machte sich nun eine Sanierung dringend erforderlich. Es war schon eine große Leistung, fast 26 Jahre diese Einrichtung zu betreiben. Diskussion im Stadtrat, in den Ausschüssen, mit den Sportvereinen, den Bürgern; all dies führte nach oftmals kleineren Rückschlägen letztlich zum Bekenntnis der Stadt zu ihrer traditionsreichen Schwimmsporthalle.

Als dann im Mai 2000 die ersten Abrissarbeiten begannen, stand mancher ungläubig und kopfschüttelnd vor der Baustelle und die skeptischen Blicke waren wie die Frage: Na, wird das was?

Und es wurde etwas: eine tolle Stätte des Sports, des Spaßes und der Erholung für alle die, für die das Wasser ihr Element ist. Erstmals verfügte das neue Hofwiesenbad nun über hervorragende Bedingungen auch für die Nichtschwimmer sowie die jüngsten Besucher und wo einst Büroräume waren, kann man sich heute in einer Sauna entspannen.